Kindelsbergturm (Kreuztal)
Bibdat: Postkarte, gelaufen 1930er Jahre (es gibt eine motivgleiche Karte, ohne Beschriftung)
Notiz (lt KI (copilot):
Kindelsbergturm – Zeitleiste, Baugeschichte und Einordnung
Zeitleiste
1896 – Die SGV‑Abteilung Krombach beschließt den Bau eines Aussichtsturms auf dem Kindelsberg. Himmelfahrt 1905 – Grundsteinlegung des Turms. 1905–1907 – Bauphase des steinernen Aussichtsturms.
Mai 1907 – Einweihung des Turms durch den Sauerländischen Gebirgsverein.
März 1995 – Eintragung in die Denkmalliste der Stadt Kreuztal. 2024 – Sanierung der benachbarten Kindelsberg-Raststätte (Teil des Ensembles, nicht des Turms selbst).
Baugeschichte
Der Kindelsberg war bereits im späten 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel. Die SGV‑Abteilung Krombach wollte einen repräsentativen Aussichtsturm errichten, der Naturerlebnis, Heimatpflege und bürgerliches Engagement miteinander verband. Der Standort liegt innerhalb einer frühmittelalterlichen Wallburg, was dem Ort zusätzliche historische Bedeutung verleiht.
Der Turm wurde zwischen 1905 und 1907 aus lokalem Bruchstein errichtet. Er folgt der Formensprache des späten Jugendstils: massiver Turmschaft, vier Strebepfeiler, ursprünglich offene Lauben (später geschlossen), ein verglaster Aussichtsraum und eine Laterne mit umlaufender Plattform. Insgesamt führen 123 Stufen zur Aussichtsplattform, von der aus bei klarer Sicht Fernblicke bis zum Siebengebirge möglich sind.
Bauherr war der Sauerländische Gebirgsverein. Die Finanzierung erfolgte vollständig durch Spenden. Die Einweihung fand am 26. Mai 1907 statt.
Einordnung im Kontext der Siegerländer Aussichtstürme
Der Kindelsbergturm gehört zu den markantesten Aussichtsbauten des Siegerlandes. Zwischen etwa 1880 und 1930 entstanden in der Region mehrere Türme, die der Heimatpflege, dem Vereinswesen und der touristischen Erschließung dienten. Sie spiegeln die Natur- und Heimatbewegung der wilhelminischen Zeit wider.
Im Vergleich zu anderen regionalen Türmen nimmt der Kindelsbergturm eine besondere Stellung ein:
– Er ist einer der architektonisch anspruchsvollsten Türme der Region. – Er gehört zu den frühen steinernen SGV‑Türmen im Siegerland. – Er ist stark in der regionalen Symbolik verankert (z. B. im Wappen der Krombacher Brauerei). – Er steht auf einem historisch bedeutsamen Platz (Wallburg).
Weitere relevante Aussichtstürme der Region sind der Gillerberg-Turm (1892/1907), der Hohenroth-Turm (1911) und mehrere heute nicht mehr erhaltene Türme wie der Nenkersdorfer Turm. Der Kindelsbergturm zählt dabei zu den dauerhaftesten und prägnantesten Landmarken.
Heute ist der Turm denkmalgeschützt und ein zentrales touristisches Ziel im nördlichen Siegerland. Er bildet den Mittelpunkt des Kindelsbergpfads und ist ein identitätsstiftendes Symbol für Kreuztal und die umliegenden Orte.
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Illustrationen / Bilder aus dem Archiv der CollectionTrivialitas. The bibliographical informations may not be complete. © 2026 by CollectionTrivialitas |
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